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[Startseite] [Drucken] [Verlinken & Zitieren] [Vollbild] DDP-Meldung vom 20.09.2008, 14:09 Uhr Berliner Jugendrichterin fordert Arrest statt Bewährungsstrafen | ||
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Berlin (ddp-bln). Eine Berliner Jugendrichterin sorgt mit Forderungen nach mehr Härte im Umgang mit kriminellen Ausländern für Aufregung. Wie die «Bild»-Zeitung (Samstagausgabe) unter Berufung auf die Zeitschrift «der kriminalist» berichtet, fordert Richterin Kirsten Heisig schnellere Strafverfahren und plädiert dafür, öfter Arrest statt Bewährungsstrafen zu verhängen. Die Zeitung zitiert Heisig, die Fälle aus Neukölln verhandelt, mit den Worten: «Der Warnschussarrest ist überlegenswert, da viele Jugendliche bloße Bewährungsstrafen als eine Art Freispruch auffassen.» Zudem unterstrich Heisig, dass bei Delikten der Gewaltkriminalität auf der Täterseite die Anzahl junger Männer nichtdeutscher Herkunft «dreimal höher als bei deutschen Jugendlichen und Heranwachsenden» sei. Von allen sogenannten Intensivtätern hätten 80 Prozent einen Migrationshintergrund. Davon fielen 45 Prozent auf arabische und 34 Prozent auf türkischstämmige Täter. Wegen dieser Äußerungen steht die Richterin der Zeitung zufolge jetzt in der Kritik. Vertreter der Berliner Richterschaft hätten den Präsidenten des Amtsgerichtes aufgefordert, Richterin Heisig zum Rapport zu bestellen. Der Vizevorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Hans-Christian Ströbele, sagte der Zeitung, die zügige Verfolgung von Straftaten Jugendlicher sei eine gute Sache. Er fügte hinzu: «Aber der konstruierte Zusammenhang von türkischem oder arabischem Migrationshintergrund und Kriminalität ist nicht akzeptabel.» Ströbele glaubt nicht, dass man so zu einem «fairen Urteil kommen kann». (ddp) | |
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