LANDESDIENST NRW: Großrazzia gegen Betrugsbande: 24 Durchsuchungen und sechs Festnahmen

Die Polizei Mönchengladbach hat am frühen Donnerstagmorgen eine groß angelegte Razzia gegen eine international agierende Betrugsbande durchgeführt.

Wie die Behörden mitteilten, wurden in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens insgesamt 24 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Die Einsatzkräfte vollstreckten zudem Haftbefehle gegen fünf Männer und eine Frau im Alter von 18 bis 34 Jahren. Den Durchsuchungen in Mönchengladbach, Köln, Neuss, Dormagen, Aachen und Viersen gingen neun Monate intensive Ermittlungen einer eigens eingerichteten Ermittlungskommission voraus. Die festgenommenen Personen stehen im dringenden Verdacht, von NRW und der Türkei aus ein Betrugsnetzwerk betrieben zu haben, das sich gezielt gegen ältere Menschen richtete.

Die Täter sollen ihren Opfern vorgegaukelt haben, diese seien ins Visier von Kriminellen geraten, und ihnen angeboten haben, ihre Vermögenswerte aus Sicherheitsgründen in Obhut der Polizei zu geben. Auf diese Weise erbeuteten sie von den Geschädigten teils höhere fünfstellige Beträge. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial sicher, darunter Waffen, einen sechsstelligen Bargeldbetrag, Betäubungsmittel, Goldschmuck sowie mehrere Mobiltelefone und Laptops. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Vermögenswerte zu einem erheblichen Teil in die Türkei verschoben wurden.

An dem Einsatz waren über 300 Polizistinnen und Polizisten aus mehreren Behörden in NRW beteiligt, darunter Beamte von Bereitschaftspolizei und Spezialeinheiten. Die Polizei setzte zudem mehrere Diensthunde ein. Ein Beschuldigter wurde bei den Zugriffsmaßnahmen leicht verletzt.

Die sechs Festgenommenen werden im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt.

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 11.06.2026

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